Zwischen Verfolgung und Akzeptanz

Das Reformationsjubiläum 2017 steht bevor – Grund genug, einen Blick zurück auf die Geschichte der Reformation zu werfen. Die wichtigsten Phasen des Protestantismus in Bayern waren das 16. Jahrhundert, in dem die vielfältigen reformatorischen Bewegungen in Bayern nur mit Mühe zurückgedrängt werden konnten, und das 19. Jahrhundert, in dem sich Bayern zu einem modernen Staat wandelte, der nun auch den überall aufblühenden Protestantismus tolerierte. Diesen beiden wichtigen Epochen widmete sich vom 4. bis 6. April die Tagung „Zwischen Verfolgung und Akzeptanz. München und der Protestantismus (16.–19. Jahrhundert)“. In mehreren Sektionen wurden einerseits die politischen Rahmenbedingungen und die religiöse Praxis und andererseits Bildung, Kunst und Medien in beiden Jahrhunderten behandel (Tagungsbericht). Die Tagung wurde veranstaltet vom Arbeitskreis „Stadtgeschichte München“, dem unter anderem das Historische Seminar der LMU, das Stadtmuseum München und der Historische Verein von Oberbayern angehören. Die Vorträge werden in einem Sammelband dokumentiert, der im Frühjahr 2017 erscheinen soll.

Trauer um Hannes Beckmann

Hannes Beckmann (Bild: Oskar Henn www.oskar-henn.de)

Am 17. März verstarb der große Geiger Hannes Beckmann in München. Er erlag seinem langjährigen Krebsleiden, das ihn jedoch nie davon abgehalten hatte, als "himmlischer Teufelsgeiger" die Jazzmusik entscheidend mitzuprägen.

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler ist bestürzt: "Er war ein großartiger Mensch und Künstler, ein Weltbürger, der sich auch musikalisch um Integration aller Kulturen und dabei besonders der jungen Menschen mühte. Wir hatten noch so viel vor..." Gemeinsam mit Hannes Beckmann hatte sie den Kompositionszyklus "Kreuzwegstationen" gestaltet, der in der Schwabinger Kreuzkirche aufgeführt wurde und demnächst auch auf CD erscheint. Auf der Trauerfeier am 24. März wird sie ihn in einer Ansprache würdigen.

(Bild: Oskar Henn)

Ordinationen im Kirchenkreis

Der Kirchenkreis freut sich über sechs junge Pfarrerinnen und Pfarrer: Am 20. März feierten Susanne Franke, Philipp Gmelin, Kerstin Greifenstein, Ralf Hartmann, Patricia Hermann und Clemens Monninger ihre Ordination im Kirchenkreis. Sie wurden in der Johanneskirche Olching von Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler feierlich in ihr Amt berufen. 

Leidenschaftlich vom Glauben reden

Susanne Breit-Keßler im Gespräch mit dem Sonntagsblatt (Bild: Schröder / Sonntagsblatt)Zu ihrem 15-jährigen Amtsjubiläum im Kirchenkreis München-Oberbayern zieht Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler eine Zwischenbilanz: Im Gespräch mit dem Sonntagsblatt, der evangelischen Wochenzeitung für Bayern erzählt sie, was ihr bei ihrer Arbeit wichtig ist – grundsätzlich und auch ganz aktuell.

Im Interview spricht sie unter anderem über den ökumenischen und interreligiösen Dialog, ihre Pläne für das Reformationsjubiläum und die Herausforderungen in den nächsten Jahren: Dafür liegt ihr "die Frage am Herzen, wie wir mit noch größerer Leidenschaft für unsere Sache, unsere wunderbare Botschaft eintreten können, wie wir mit noch größerer Selbstverständlichkeit und Zuversicht unseren Glauben öffentlich machen können."

Dank an die Rettungskräfte

In einem ökumenischen Gottesdienst in der Münchner Frauenkirche haben Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Domdekan Prälat Lorenz Wolf den etwa 800 Helfern und Mitgliedern der Hilfsorganisationen gedankt, die nach dem Zugunglück von Bad Aibling Hilfe geleitet haben.

Schon am 14. Februar hatte vor Ort ein Gedenkgottesdienst für alle Trauernden stattgefunden, dieser Gottesdienst galt nun ganz besonders den Helferinnen und Helfern. In ihrer Predigt dankte Susanne Breit-Keßler allen Helfern, nicht nur für ihr großes Engagement in Bad Aibling, sondern auch darüber hinaus für ihren täglichen Einsatz: "Wir haben Ihnen täglich zu danken und sind an jedem neuen Tag froh, dass es Sie gibt." Zugleich warb sie auch für mehr Anerkennung und Unterstützung für diese wichtigen Berufe.

Die Predigt im Wortlaut

Gutes Beispiel – Der Wettbewerb

Gutes Beispiel – Der Wettbewerb
Wie können wir unsere Gesellschaft positiv verändern? Radio Bayern 2 sucht in seinem Wettbewerb nach Menschen und Projekten, die Impulse setzen und Veränderungen voranbringen. Durch die Aktion sollen innovative Projekte gefördert und den Machern Anerkennung ausgesprochen werden. Vor allem soll sie aber auch andere inspirieren, selbst auch mit gutem Beispiel voranzugehen.

Engagement in der Welt gehört zum protestantischen Selbstverständnis. Jurymitglied Susanne Breit-Keßler freut sich auf viele Einsendungen: „Wir brauchen Leidenschaft in unserer Gesellschaft, wir brauchen es, dass sich Menschen füreinander einsetzen und das schönste daran ist ja, dass man selber in der eigenen Seele auch einen Nutzen davon hat.“

Weitere Informationen zum Wettbewerb

Weltgebetstag der Frauen 2016

Weltgebetstag 2016

Rund um den Globus feiern Christinnen am 4. März 2016 Weltgebetstag, auch in Oberbayern. In diesem Jahr ist Kuba das Schwerpunktland der ökumenischen Tradition. Wie sehen kubanische Christinnen ihr Land? Was sind ihre Sorgen und Hoffnungen angesichts politischer und gesellschaftlicher Umbrüche? Das Bibelwort des Jahres lautet „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ (Mt 10,13-16) Ein gutes Zusammenleben aller Generationen begreifen die kubanischen Weltgebetstagsfrauen als Herausforderung – hochaktuell in Kuba, dem viele junge Menschen auf der Suche nach neuen beruflichen und persönlichen Perspektiven den Rücken kehren.

Der Weltgebetstag ist eine weltweite, ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen. Ihr Herzstück ist ein Gottesdienst, den jedes Jahr Frauen eines anderen Landes vorbereiten. Er wird weltweit immer am ersten Freitag im März gefeiert. Christlicher Glaube, Gebet und Handeln für eine gerechte Welt gehören beim Weltgebetstag untrennbar zusammen.

Ökumenischer Gedenkgottesdienst in Bad Aibling

Erinnerung an Opfer des Zugunglücks mit Kardinal Marx und Regionalbischöfin Breit-Keßler

Der Gedenkgottesdienst in Bad Aibling (Bild: BR)

Mit einem Gedenkgottesdienst am Sonntag, 14. Februar, um 16 Uhr in der Pfarrkirche St. Georg in Bad Aibling haben die katholische und die evangelische Kirche an die Opfer des Zugunglücks von Bad Aibling erinnert. Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, und Susanne Breit-Keßler, die Ständige Vertreterin des Landesbischofs und Regionalbischöfin für München und Oberbayern, feierten den ökumenischen Gottesdienst gemeinsam mit Angehörigen der Opfer, Unfallbeteiligten, Rettungs- und Hilfskräften und weiteren Gläubigen. Auch Vertreter der Staatsregierung und weitere Vertreter der Politik waren anwesend. Der Gottesdienst wurde live im Fernsehen des Bayerischen Rundfunks übertragen.

Zu einem späteren Zeitpunkt ist ein weiterer Gottesdienst geplant, der sich insbesondere an die Rettungs- und Hilfskräfte richtet und den Dank für ihren Einsatz in den Mittelpunkt stellt.

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