Kinderpalliativzentrum München eingeweiht

Pfarrer Thomas Schlichting, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Erzpriester Apostolos Malamoussis während der Einweihungsfeier (Bild: Klinikum der Universität München)

Am 24. Juni wurde im Münchner Klinikum Großhadern das neue Kinderpalliativzentrum eingeweiht. Schwer kranke und sterbende Kinder erhalten hier die bestmögliche Therapie und Pflege sowie psychosoziale und spirituelle Unterstützung. Wichtige Vertreter von Religion und Kirche wirkten bei der Einweihung mit: Pfarrer Thomas Schlichting (Leiter des Seelsorgereferats der Erzdiözese), Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Erzpriester Apostolos Malamoussis hielten eine gemeinsame ökumenische Segensfeier. Im Anschluss sprachen Rabbiner Dr. Tom Kučera und Imam Benjamin Idriz Segensworte. In ihrer Ansprache sagte Regionalbischöfin Breit-Keßler: „Jedes Kind hat ein Recht auf bestmögliche Linderung von Leid. Es ist ein Geschöpf Gottes und hat in sich selbst Wert und Würde. Die großen Religionen der Welt, wenn sie denn dem Auftrag ihres Gottes nachkommen wollen, haben die Aufgabe, palliative Fürsorge zu unterstützen und sich mit ihren geistlichen Gaben einzubringen.“

Der Heilige Rasen

Kolumne "Der heilige Rasen"

Fußball ist ihr Leben - sagt Regionalbischöfin und Schiedsrichtertochter Susanne Breit-Keßler. In ihrer Fußball-Kolumne "Der Heilige Rasen" schreibt sie für das evangelische Online-Magazin chrismon.de was sie während der EM 2016 bewegt.

Folge 14: Mit dem Gatten Fußball schauen...
Wer tippt auf wen? Gemeinsame Erfolge tragen zum Glück einer Ehe bei

Folge 13: "Hilfe, Mama, eine Frau darf keine EM-Spiele kommentieren!"
"Das geht einfach nicht!" Doch es geht.

Folge 12: Patriotisch, aber friedlich
Jubeln in Schwarz-Rot-Gold - sieht die Grüne Jugend Berlin gar nicht gerne. Susanne Breit-Keßler ist gerne "Party-Patriotin"

​ 50 Jahre Heilig-Geist-Kirche Stephanskirchen

Die Heilig-Geist-Kirche Stephanskirchen (Bild: Gemeinde)Vergangenen Sonntag feierte mit einem großen Gemeindefest die evangelische Kirchengemeinde von Stephanskirchen das 50-jährige Jubiläum ihrer Heilig-Geist-Kirche.

Schon nach dem zweiten Weltkrieg hatten sich evangelische Flüchtlinge und Heimatvertriebene in Haidholzen niedergelassen. Es entstand eine kleine evangelische Gemeinde, die zunächst nur selten Gottesdienste feiern konnte: In einem Privathaus im über 8 km entfernten Zaisberg oder in der katholischen Kirche von Baierbach. 1966 konnte die evangelische Gemeinde endlich ihre eigene Kirche, errichtet nach den Plänen des bekannte Architekten Franz Lichtblau, einweihen.
Das 50-Jährige Jubiläum feierte die Gemeinde nun mit einem üppigen Gemeindefest mit viel Musik, Spielen, einer Ausstellung und natürlich zwei Festgottesdiensten. In ihrer Festpredigt würdigte Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler dieses Fest: „Die Gemeinde der Heilig-Geist-Kirche legt eine Haltung an den Tag, die mein Herz wirklich richtig erfreut. Ich denke nämlich: So sollte man den Geburtstag einer Kirche begehen - mit Lust am Feiern, mit einer Reihe von festlichen Veranstaltungen. Mich begeistert die Vielfalt, die Sie präsentieren.“

Was von Luther bleibt

Das Logo der Reformationsfeier 2017Das große Reformationsjubiläum 2017 steht vor der Tür. In ihrem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung vom 7. Juni 2016 schreibt Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler darüber, was bei diesem Fest gefeiert werden kann.

500 Jahre nach der Reformation sollten weder konfessionelle Unterschiede noch verklärende Personenkulte im Vordergrund stehen. Viel wichtiger sei die zentrale Erkenntnis der Reformation: Die Rechtfertigung des Menschen vor Gott. „Jeder Mensch, mit Schwächen und Fehlern, mit dem, was er wunderbar hinbekommt oder ordentlich versaubeutelt, ist gerechtfertigt allein aus Gnaden – bei Gott gut angesehen.“ Angesichts von Erfolgsdruck und Erklärungsnot, dem „gesellschaftlichen Fegefeuer der Eitelkeiten“, in dem man sich ständig vor sich selbst und anderen begründen muss, gibt diese Botschaft Raum zum Leben. Dafür will die evangelische Kirche einstehen: „Die Kirche der Reformation will mit dem Jubiläum deutlich machen, dass in Gottes Namen Freiheit und Barmherzigkeit, diakonische Freundlichkeit und und sinnliche Lebensfreude im Mittelpunkt des Daseins stehen.“

Vor 80 Jahren protestierte die Bekennende Kirche gegen Judenhass und Konzentrationslager

Der Altarraum der evangelischen Versöhnungskirche DachauAm Sonntag, 5. Juni 2016, ab 11 Uhr gestaltet Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler in der Evangelischen Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau den Gottesdienst zum 80. Jahrestag der Denkschrift, mit der die Bekennende Kirche gegen das Unrecht im NS-Staat protestierte (Die Predigt kann online nachgelesen werden).

Die Leitung des entschiedenen Flügels der "Bekennenden Kirche", die sich als innerkirchliche Opposition zu den NS-hörigen "Deutschen Christen" im deutschen Protestantismus formiert hatte, richtete am 4. Juni 1936 diese Denkschrift an Hitler. Nach dem "ehrerbietigen Gruß" an den "Führer und Reichskanzler" wurden die Kirchenmänner deutlich: "Wenn dem Christen im Rahmen der nationalsozialistischen Weltanschauung ein Antisemitismus aufgedrängt wird, der zum Judenhass verpflichtet, so steht für ihn dagegen das christliche Gebot der Nächstenliebe." Und etwas weiter: "Das evangelische Gewissen ... wird aufs härteste belastet durch die Tatsache, dass es in Deutschland, das sich selbst als Rechtsstaat bezeichnet, immer noch Konzentrationslager gibt und dass Maßnahmen der Geheimen Staatspolizei jeder richterlichen Nachprüfung entzogen sind."

Luther-Radlpilgerweg von Weilheim nach Wittenberg

Jürgen Nitz und Christian Reuting haben die Route nach Wittenberg zusammengestellt (Bild: Nitz)Nun können Sie sich mit dem Fahrrad auf Luthers Spuren begeben. Der „Luther Radlpilgerweg“ führt quer durch Deutschland zu den wichtigsten Orten der Reformationszeit. Die Museen, Kirchengemeinden und Originalorte inspirieren zur Begegnung mit Luther. Erstellt wurde die Route von dem Kauferinger Pfarrer Jürgen Nitz und Christian Reuting. Beide haben schon langjährige Erfahrung mit dem Radlpilgern: „Von Kaufering sind wir in den letzten Jahren mit Radgruppen zu den großen Zielen christlicher Pilgerwege gefahren, Taize, Rom, Santiago di Compostela. Was lag näher, als sich im Reformationsjubiläum auf die Spuren Luthers nach Wittenberg zu machen?“ Das evangelische Dekanat Weilheim hat den Radlpilgerweg (www.ebw-weilheim.de/radpilgerweg) zu einem Dekanatsprojekt für das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ gemacht.

Mit Witz und Esprit gegen Menschenverachtung. Verleihung des Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preises 2016

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preises 2016 (Bild: Manfred Walter, Evang. Landjugend)

Mit einem großen Festakt in der Münchner St. Markus-Kirche wurde am 12. Mai der Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preis 2016 verliehen. In diesem Jahr werden zwei Aktionen ausgezeichnet, die sich mit der deutschen NS-Vergangenheit auseinandersetzen und die mit Witz und Esprit gegen Menschenverachtung und für ein gerechtes, würdiges Zusammenleben auftreten.

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