Die Stadtfamilie gedenkt der Opfer des Amoklaufs

Der Gedenkgottesdienst in der Frieden-Christi-Kirche München (Bild: Gabriele März)Am Montagabend gedachten die Münchner in einem ökumenischen Gedenkgottesdienst mit Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, Stadtdekanin Barbara Kittelberger und Bischofsvikar Rupert Graf zu Stolberg im Kirchenzentrum Olympiakirche–Frieden Christi der Opfer des Amoklaufs vom 22. Juli. In ihrer Predigt sprach Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler die gesamte "Stadtfamilie" an: Sie würdigte den Zusammenhalt und das Mitgefühl unter den Münchnern. "Deswegen hält unsere Stadtfamilie, das ganze Land zusammen, wir stehen zueinander wie eine Familie, in der jeder und jede einzelne wertvoll ist."  Es sei wichtig, sich gegenseitig wahrzunehmen und Trost zu spenden. Und auch im Blick auf Täter hinzuschauen: "Denn was sich namenlos in einem ausbreitet, wird oft zum Flächenbrand." Darum brauche es eine Kultur der Achtsamkeit.

Die Predigt im Wortlaut

Trauer nach dem Amoklauf in München

Trauer und Entsetzen nach dem Amoklauf in München (Bild: SBK)Die Regionalbischöfin des Kirchenkreises München und Oberbayern, Susanne Breit-Keßler, hat auf den Amoklauf im Münchner Olympia-Einkaufszentrum mit Entsetzen und Trauer reagiert. 

Bereits am Freitagabend hatte die Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler zur Fürbitte für die Opfer und Verletzten in München aufgerufen: "Ich denke selbstverständlich an die Toten und Verletzten und ihre Familien. Sie sind in mein Gebet eingeschlossen. Ich denke auch an die Polizei München, an ihre tapferen Männer und Frauen. Danke für Ihren Einsatz und: Bleiben Sie behütet!" 

Am Samstag drückte die Regionalbischöfin bei der Kranzniederlegung am Tatort den Opfern ihr Beileid aus und betete für die Angehörigen und Opfer: "Wir trauern aus ganzer Seele mit ihnen, wir weinen die Tränen mit." Gemeinsam mit wichtigen politischen Vertretern der Stadt München und der bayerischen Regierung gedachte sie der Todesopfer und der Verletzten. Sie dankte den Polizistinnen und Polizisten, den Kriseninterventionsteams, der Notfallseelsorge und auch denen, die ihr Haus geöffnet hatten um Menschen aufzunehmen. In der Trauer fühle sie sich auch verbunden mit allen Religionen der Stadt, die friedlich beisammen leben. Und im anschließenden Gespräch mit Pressevertretern sagte Breit-Keßler: "Ich denke auch an die Eltern des Täters, die jetzt schreckliche Stunden erleben müssen."

Mit dem Evangelischen Pressedienst sprach Susanne Breit-Keßler über die möglichen Hintergründe und Konsequenzen des Amoklaufs: "Wir müssen intensiv nachdenken, warum ein junger Mensch, dem die Welt offensteht und der sein ganzes Leben noch vor sich hat, dieses Leben und das anderer mutwillig zerstört." Um solchen sinnlosen Taten vorzubeugen, "sollten wir miteinander wieder mehr eine Gemeinschaft pflegen, die sich weniger auf Oberflächlichkeiten, sondern mehr auf die Tiefe und den Sinn des Daseins konzentriert".

Am Samstag Abend war Susanne Breit-Keßler zu Gast in der Sendung "Münchner Runde extra" des Bayerischen Fernsehens. In ihrem abschließenden Statement ermunterte Sie die Zuschauer: "Wir sollten in Gottes Namen das Leben lieben und dies dadurch zeigen, dass wir empathisch und einfühlsam sind und jeden Tag mit den Menschen, denen wir anvertraut sind, als unverwechselbaren, kostbaren Tag gestalten. Nehmen sie ihre Liebsten jeden Tag in den Arm, wenn Sie nach Hause kommen und wenn Sie aus dem Haus gehen, denn es sind wunderbare Menschen, die Ihnen geschenkt sind. Behüte Sie Gott."

In einem Interview mit Katja Völkl für ERF sprach Susanne Breit-Keßler darüber, dass uns Gott gerade in unserem Leid nahe sein wolle. Hass und Gewalt würden nicht weiter führen. Es sei wichtig, sich nicht zu verschließen und zu verstecken, sondern füreinander da zu sein: "Wir müssen mit klarem Verstand und Liebe im Herzen versuchen, diese Gewalt, die über uns herein bricht, zu überwinden."

Am Montagabend gedachten die Münchner der Opfer in einem ökumenischen Gedenkgottesdienst mit Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, Stadtdekanin Barbara Kittelberger und Bischofsvikar Rupert Graf zu Stolberg im Kirchenzentrum Olympiakirche–Frieden Christi. In ihrer Predigt sprach die Regionalbischöfin die gesamte "Stadtfamilie" an: Sie würdigte den Zusammenhalt und das Mitgefühl unter den Münchnern. "Deswegen hält unsere Stadtfamilie, das ganze Land zusammen, wir stehen zueinander wie eine Familie, in der jeder und jede einzelne wertvoll ist."  Es sei wichtig, sich gegenseitig wahrzunehmen und Trost zu spenden. Und auch im Blick auf Täter hinzuschauen: "Denn was sich namenlos in einem ausbreitet, wird oft zum Flächenbrand." Darum brauche es eine Kultur der Achtsamkeit.

Auf Facebook berichtete Breit-Keßler, unzählige Menschen aus Deutschland und aus aller Welt hätten ihre Solidarität bekundet und litten mit den Familien mit, "die ihre Kinder, ihre Söhne und Töchter verloren haben". Sie gab die "mitfühlenden und warmherzigen" Grüße von Åke Bonnier, dem Bischof der Partnerdiözese Skara (Schweden) und der anglikanischen Bischöfe aus England weiter.

Kampenwand-Gottesdienst 2016

Berggottesdienst an der Kampenwand (Bild: Dekanat Rosenheim)

Der Kirchenkreis Oberbayern ist gesegnet mit wundervollen Landschaften. So erhebt sich über dem Chiemsee der gezackte Gipfelgrat der Kampenwand mit dem größten Gipfelkreuz in den Bayerischen Alpen. Vor diese Kulisse lädt das Dekanat Rosenheim am Sonntag, den 17. Juli um 11.00 Uhr zu einem familienfreundlichen Berggottesdienst an der Kapelle bei der Steinlingalm (1437 m). Mit dabei sind Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, stellvertretender Dekan Andreas Fuchs sowie Pfarrerinnen und Pfarrer des Dekanats Rosenheim. Für die musikalische Umrahmung sorgen Posaunenchöre aus der Region und Aschauer Alphornbläser. Als besondere Gäste werden in diesem Jahr Dekan Bimbiga und die weiteren Delegationsteilnehmenden aus Lupembe in Tansania, den Partnerdekanat von Rosenheim, dabei sein.

Jahresempfang 2016

Susanne Breit-Keßler und Christoph Hillenbrand beim Jahresempfang 2016 (Bild: mck)Eine besondere Ehrung für das kirchliche Ehrenamt ist der alljährliche Empfang von Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Unter dem Motto des Bibelspruchs „Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren." (3. Mose 19,32) hatte sie in diesem Jahr Ehrenamtliche aus ganz Oberbayern eingeladen, die sich in den Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen für das Wohlergehen der Seniorinnen und Senioren einsetzen. Der Jahresempfang fand am 30. Juni in der Allerheiligenhofkirche München statt.

Kinderpalliativzentrum München eingeweiht

Pfarrer Thomas Schlichting, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Erzpriester Apostolos Malamoussis während der Einweihungsfeier (Bild: Klinikum der Universität München)

Am 24. Juni wurde im Münchner Klinikum Großhadern das neue Kinderpalliativzentrum eingeweiht. Schwer kranke und sterbende Kinder erhalten hier die bestmögliche Therapie und Pflege sowie psychosoziale und spirituelle Unterstützung. Wichtige Vertreter von Religion und Kirche wirkten bei der Einweihung mit: Pfarrer Thomas Schlichting (Leiter des Seelsorgereferats der Erzdiözese), Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler und Erzpriester Apostolos Malamoussis hielten eine gemeinsame ökumenische Segensfeier. Im Anschluss sprachen Rabbiner Dr. Tom Kučera und Imam Benjamin Idriz Segensworte. In ihrer Ansprache sagte Regionalbischöfin Breit-Keßler: „Jedes Kind hat ein Recht auf bestmögliche Linderung von Leid. Es ist ein Geschöpf Gottes und hat in sich selbst Wert und Würde. Die großen Religionen der Welt, wenn sie denn dem Auftrag ihres Gottes nachkommen wollen, haben die Aufgabe, palliative Fürsorge zu unterstützen und sich mit ihren geistlichen Gaben einzubringen.“

Der Heilige Rasen

Kolumne "Der heilige Rasen"

Fußball ist ihr Leben - sagt Regionalbischöfin und Schiedsrichtertochter Susanne Breit-Keßler. In ihrer Fußball-Kolumne "Der Heilige Rasen" schreibt sie für das evangelische Online-Magazin chrismon.de was sie während der EM 2016 bewegt.

Folge 24: Zum Abschluss gebracht
Susanne Breit-Keßler schließt ab mit der EM und mit "Heiliger Rasen"

Folge 23: La Mannschaft ist draußen - und Susanne Breit-Keßler macht den Spielertest
Wir sind draußen. Gegen Frustanfälle hilft ein Spielertest und die Hoffnung auf die WM

Folge 22: Von den blauen Socken
Alles halb so wild: Wir freuen uns auf ein freies Wochenende!

​ 50 Jahre Heilig-Geist-Kirche Stephanskirchen

Die Heilig-Geist-Kirche Stephanskirchen (Bild: Gemeinde)Vergangenen Sonntag feierte mit einem großen Gemeindefest die evangelische Kirchengemeinde von Stephanskirchen das 50-jährige Jubiläum ihrer Heilig-Geist-Kirche.

Schon nach dem zweiten Weltkrieg hatten sich evangelische Flüchtlinge und Heimatvertriebene in Haidholzen niedergelassen. Es entstand eine kleine evangelische Gemeinde, die zunächst nur selten Gottesdienste feiern konnte: In einem Privathaus im über 8 km entfernten Zaisberg oder in der katholischen Kirche von Baierbach. 1966 konnte die evangelische Gemeinde endlich ihre eigene Kirche, errichtet nach den Plänen des bekannte Architekten Franz Lichtblau, einweihen.
Das 50-Jährige Jubiläum feierte die Gemeinde nun mit einem üppigen Gemeindefest mit viel Musik, Spielen, einer Ausstellung und natürlich zwei Festgottesdiensten. In ihrer Festpredigt würdigte Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler dieses Fest: „Die Gemeinde der Heilig-Geist-Kirche legt eine Haltung an den Tag, die mein Herz wirklich richtig erfreut. Ich denke nämlich: So sollte man den Geburtstag einer Kirche begehen - mit Lust am Feiern, mit einer Reihe von festlichen Veranstaltungen. Mich begeistert die Vielfalt, die Sie präsentieren.“

Was von Luther bleibt

Das Logo der Reformationsfeier 2017Das große Reformationsjubiläum 2017 steht vor der Tür. In ihrem Gastbeitrag für die Süddeutsche Zeitung vom 7. Juni 2016 schreibt Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler darüber, was bei diesem Fest gefeiert werden kann.

500 Jahre nach der Reformation sollten weder konfessionelle Unterschiede noch verklärende Personenkulte im Vordergrund stehen. Viel wichtiger sei die zentrale Erkenntnis der Reformation: Die Rechtfertigung des Menschen vor Gott. „Jeder Mensch, mit Schwächen und Fehlern, mit dem, was er wunderbar hinbekommt oder ordentlich versaubeutelt, ist gerechtfertigt allein aus Gnaden – bei Gott gut angesehen.“ Angesichts von Erfolgsdruck und Erklärungsnot, dem „gesellschaftlichen Fegefeuer der Eitelkeiten“, in dem man sich ständig vor sich selbst und anderen begründen muss, gibt diese Botschaft Raum zum Leben. Dafür will die evangelische Kirche einstehen: „Die Kirche der Reformation will mit dem Jubiläum deutlich machen, dass in Gottes Namen Freiheit und Barmherzigkeit, diakonische Freundlichkeit und und sinnliche Lebensfreude im Mittelpunkt des Daseins stehen.“

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