Wann ist eigentlich ein Krieg vorbei?

Der Brunnen vor der Himmelfahrtskirche München-Sendling, dahinter Übertragungswagen des BR
Bildrechte: Privat

Evangelischer Gottesdienst zum Volkstrauertag am Vorletzten Sonntag des Kirchenjahres Live aus der Himmelfahrtskirche in München.

Das jährliche Ritual des Volkstrauertrages lässt fragen: Wann ist eigentlich ein Krieg vorbei? 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und fünf Jahre nach dem „Flüchtlingsjahr“ 2015 erzählen uns eine 96-jährige Zeitzeugin des Jahres 1945 und ein junger Mann aus Afghanistan, wie sie das Kriegende erlebt haben und wie die Folgen des Krieges bis heute weiterwirken.

Ihre Erzählungen erinnern auch daran, dass jede Biographie auf diese oder jene Weise mit Kriegen und deren Folgen verwoben und verstrickt ist. Wie gehen wir geistlich damit um, dass wir Enkelkinder und Erb*innen von Kriegen und deren Folgen sind? Und wie damit, dass sich im Corona-Jahr 2020 antidemokratische und rassistische Stimmen verschärft haben? Jesu Gleichnis vom ungerechten Verwalter als der Predigt zugrundeliegendes Evangelium fordert am Volkstrauertag besonders heraus.

Die Predigt dazu hält der Regionalbischof von München und Oberbayern Christian Kopp. Pfarrerin Stephanie Höhner ist die Liturgin. Ein Gesangsquartett und die Oboistin Tamar Imbar gestalten den Gottesdienst musikalisch unter der Leitung von Kirchenmusikdirektor Klaus Geitner. Zu hören wird u.a. ein Kyrie aus der Missa Corona von Johannes Matthias Michel aus dem Mai 2020 sein. Die Gemeinde singt vertraute Choräle des Vertrauens wie „Befiehl du deine Wege“ und „Bewahre uns Gott“.

Predigt im Evangelischen Gottesdienst zum Volkstrauertag am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres aus der Himmelfahrtskirche in Sendling 15.11.2020 10.00 Uhr (BR Fernsehgottesdienst)