Meine Zeit steht – in wessen Händen? Online-Fachtag zum Lebensende im Kirchenkreis München

Sand rinnt durch Hände
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Wir können uns weder selbst zur Welt bringen, noch den Zeitpunkt unseres Todes vorherbestimmen. Mit Fragen von Macht und Ohnmacht am Ende des Lebens hat sich ein Online-Fachtag auseinandergesetzt, der am 3. Dezember 2021 durch Dr. Meyer-Magister von der Evangelischen Akademie Tutzing veranstaltet wurde.

„In den Fragen von Leben und Sterben geht es immer um eine gute Balance. Bezogen auf das Tagungsthema: Es geht um die Balance zwischen der Selbstbestimmung des Einzelnen und dem Schutzauftrag für jedes Leben.“ sagt Regionalbischof Christian Kopp, der den Fachtag mit einem Geistlichen Impuls eröffnete. Kern der Veranstaltung war die Handreichung „Meine Zeit steht in Gottes Händen“, mit der die Evangelische Kirche in Bayern eine Hilfestellung zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung gibt. Das Thema gewinnt eine neue Brisanz durch die aktuelle Debatte um den professionell assistierten Suizid.

Auf dem Fachtag, der als Video-Konferenz durchgeführt wurde, sprachen dazu unter anderem Stadtdekanin i.R. Barbara Kittelberger und Prof. Dr. Arne Manzeschke. Über die lokale Praxis berichteten der Theologe und Sozialpädagoge Sepp Raischl und die Pfarrerin Dorothea Bergmann.