Kunstpreis 2019 für Gerhard Rießbeck

Das prämierte Gemälde
Bildrechte: Gerhard Rießbeck

Am 18. Oktober überreicht Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler in der Rogatekirche in München dem Bad Windsheimer Maler Gerhard Rießbeck den diesjährigen Kunstpreis. Die Laudationen halten sie und Dr. Thomas Heyden vom Neuen Museum Nürnberg.

Das 7. Landeskirchliche Kunstsymposium 2015 unter dem Titel „Sakralität und Landschaft“ war Anlass für Rießbeck, ein neues, zeitlich begrenzt einzusetzendes Altarbild für die Spitalkirche in Bad Windsheim zu malen. Es wurde anstelle des historischen Altarblatts eingebaut. „Paradies“ nennt Gerhard Rießbeck das Gemälde eines Eisbergs. 

In ihrer Laudatio würdigt Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler die theologische Tiefe im Werk des Künstlers: "Das Paradies von Gerhard Rießbeck entfaltet kritisch-reflektierende Kraft. Deswegen erfüllt seine Einstellung in den Sakralraum das, was man sich vom Diskurs zwischen Kunst und Theologie nur wünschen kann: Wahrnehmung und Transzendierung des Alltags."

Der Kunstpreis wurde 1980 vom Landeskirchenrat eingerichtet. Der Preis möchte würdigen, wo Kunst sich als dialogfähig im religiösen Kontext erweist und innovativ Ausdruck findet. Thematisch soll der Preis möglichst breit gefasst bleiben. Der Kunstpreis kann in den Disziplinen Malerei und Graphik, Bildhauerei, Gold- und Silberschmiedekunst, Glasmalerei und Textilgestaltung vergeben werden, ist aber grundsätzlich offen für alle Sparten künstlerischen Schaffens. Der Preis kann für einzelne Arbeiten oder Werkgruppen oder auch für ein künstlerisches Gesamtwerk in Betracht kommen. Es können verdiente Einzelpersönlichkeiten, Nachwuchstalente oder Künstlergruppierungen ausgezeichnet werden. Vorwiegend soll der Preis nicht als Lebenswerk-Preis verstanden werden, sondern möchte künstlerische Innovationen fördern.

Der Kunstpreis wird in der Regel alle zwei bis drei Jahre vergeben. Er ist gegenwärtig dotiert mit 5.000 Euro.