European Championships sollen Wege aufzeigen für ein friedliches Miteinander der Länder

Olympia-Park München, darüber Wolkenhimmel
Bildrechte: Michael Siebert auf Pixabay

Anlässlich der „European Championships Munich 2022“, die 50 Jahre nach den von terroristischen Anschlägen überschatteten Olympischen Sommerspielen 1972 stattfinden, hat Kardinal Reinhard Marx den Frieden als „verbindendes Anliegen des Christentums und der Sportwelt“ bezeichnet. „Das Vorleben eines fairen sportlichen Wettkampfs kann Wege aufzeigen für ein friedliches Miteinander der Länder“, schreibt der Erzbischof von München und Freising in einem Grußwort. Er ist Mitglied des „Honorary Board“ (Ehrenkomitee) der Sportveranstaltung, das sich aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Sport, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Medien und Religion zusammensetzt. Der Evangelisch-Lutherische Regionalbischof von München und Oberbayern, Christian Kopp, schreibt in seinem Grußwort: „Alle Menschen wollen und brauchen Frieden. Für mich gehört dazu auch eine innere Haltung: Mir wurden mein Körper und dieses wundervolle Leben geschenkt. Es gibt etwas, das noch viel größer ist als ich.“ Die „European Championships“ finden vom 11. bis 21. August statt.

Die Grußworte sowie ein interreligiöses Programm können online eingesehen werden auf der Webseite www.munich2022-kirche.de, die von der Erzdiözese München und Freising und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern gemeinsam mit der Israelischen Kultusgemeinde München und Oberbayern sowie dem Münchner Forum für Islam erarbeitet wurde. Auf der Webseite finden sich Angebote, die neben dem Sportlichen auch eine religiöse und spirituelle Dimension eröffnen. Sie laden ein zur Aktivität wie zum Innehalten und öffnen Räume für friedvolle Begegnungen im sportlichen Wettkampf und im persönlichen Miteinander.

Am Montag, 15. August, um 10 Uhr feiern die Kirchen und Religionsgemeinschaften auf der großen Seebühne im Olympiapark einen „All Nations Service“, an dem auch Sportlerinnen und Sportler mitwirken. Regionalbischof Kopp und der Leiter des katholischen Pfarrverbands Moosach-Olympiadorf, Monsignore Martin Cambensy, stehen diesem interreligiösem Gebet unter dem Motto „Friede den Dächern“ vor. Das Motto nimmt Bezug auf den Slogan „Back to the Roofs“ der European Championships, der sich wiederum auf die Architektur des Olympiaparks mit seiner weltberühmten Zeltdachkonstruktion bezieht. Musikalisch gestaltet die Band „Good Weather Forecast“ das interreligiöse Gebet. Mit dem Titel „Geisteskraft und Muskelkraft: Synagoge, Schabbat und Sport aus jüdischer Sicht“ findet am Donnerstag, 11. August, um 15 Uhr und am Mittwoch, 17. August, um 12 Uhr je eine Führung durch die Münchner Hauptsynagoge Ohel Jakob auf dem St.-Jakobs-Platz statt.  Besucherinnen und Besucher erhalten eine Einführung in die Geschichte der jüdischen Gemeinde in München, in die Architektur der Synagoge sowie in den Ablauf eines jüdischen Gottesdienstes, außerdem wird das Thema Sport im jüdischen Kontext behandelt.

Bei einem Freitagabendgebet werden am Freitag, 12. August, um 18.30 Uhr in der St. Matthäuskirche München-Innenstadt „sportliche Gedanken zur wunderbaren Brotvermehrung“ aus dem Markusevangelium thematisiert. Am Mittwoch und Freitag, 17. und 19. August, findet in der Kirche der Benediktinerabtei St. Bonifaz (Karlstraße 34) um 12.30 Uhr eine Orgel-Matinee statt. Nach einer Begrüßung durch Frater Prior Emmanuel Rotter OSB und einem geistlichen Impuls wird Organist Tobias Skuban Stücke vorstellen, die mit Blick auf Ihre Entstehung oder Interpretation sportliche Anklänge haben. Diese und weitere Programmpunkte wie Stadtführungen in Leichter Sprache oder solche, die die Dächer von München in den Blick nehmen, gibt es unter www.munich2022-kirche.de/mitmachen-dabei-sein. Informationen rund um die „European Championships“, bei denen Wettkämpfe in Sportarten wie Beachvolleyball, Kanu-Rennsport, Klettern, Leichtathletik, Radsport, Rudern, Tischtennis, Triathlon und Turnen ausgetragen werden, finden sich unter www.munich2022.com. (hs)

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