Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft. Evangelische Kirche eröffnet auch in Bayern die 63. Aktion Brot für die Welt

Zwei Menschen Hand in Hand auf ausgetrocknetem Boden. Dürre in Chimanimani (Bild: Karin Schermbrucker / Brot für die Welt)
Bildrechte: Karin Schermbrucker / Brot für die Welt

Der Klimawandel trifft jeden Winkel der Welt: Brot für die Welt hat den Kampf für Klimagerechtigkeit zum Schwerpunkt der 63. Spendenaktion 2021-2022 gemacht. Die Eröffnung für Bayern fand am 1. Advent, den 28. November 2021 um 10.00 Uhr in der Auferstehungskirche in Traunstein statt. Die Predigt im Traunsteiner Eröffnungsgottesdienst hielt der Präsident der Diakonie Bayern, Michael Bammessel, die Liturgie feierte der Traunsteiner Dekan Peter Bertram. Regionalbischof Christian Kopp eröffnete die Aktion für Bayern. Der Gottesdienst fand unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Regeln statt.

„Wie wir hier in den westlichen Gesellschaften in den letzten hundert Jahren gelebt und gewirtschaftet haben, ist nicht nachhaltig und führt nicht in die Zukunft. Der Geist ist willig, das Fleisch ist schwach. Umdenken und anderes Handeln müssen wir aber üben.“ sagt Regionalbischof Christian Kopp. Und ruft dazu auf, die Aktion Brot für die Welt zu unterstützen: „Brot für die Welt ist eine Erfolgsgeschichte, die seit über 60 Jahren geschrieben wird. Weil sich viele Menschen hier verpflichten. Weil Sie, weil wir als Freundinnen und Freunde von Brot für die Welt die Menschen in der Welt in den Blick nehmen. Für sie beten. Uns in der nachhaltigen Lebensweise üben. Und indem wir einen finanziellen Beitrag geben.“

Das evangelisch-lutherische Dekanat Traunstein unterstützt ins-besondere das Dekanat Mpwapwa in Tansania. Hier werden aus 5 Kirchengemeinden je 10 Bäuerinnen/Bauern ausgewählt, die bei-spielhaft mit angepassten landwirtschaftlichen Praktiken ande-ren zeigen sollen, wie man mit dem Klimawandel umgehen kann. Dazu werden sie in Theorie und Praxis zu klimatischen Zusam-menhängen, dem Einsatz dürreresistenter Pflanzen und dürrere-sistentem Saatgut, Regenwassernutzung, angepasster Metho-den der Tierhaltung und Futtermittelproduktion, der Lagerung von Futtermitteln und Ernteerzeugnissen, der Krankheitsbe-kämpfung etc. geschult. Auch von Brot für die Welt wird dieses Projekt finanziell unterstützt.

Brot für die Welt, das weltweit tätige Hilfswerk der evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland, wurde 1959 gegründet. Wirkliche Hilfe muss dem Armen helfen, sich selbst zu helfen, lautete ein entscheidender Grundsatz, der bis heute gilt. Brot für die Welt" gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Hilfs-aktionen der Bundesrepublik; seit ihrer Gründung im Jahr 1959 wurden alleine in Bayern über 300 Millionen Euro gesammelt. Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk weltweit über 500 neue Pro-jekte bewilligt, regionale Schwerpunkte waren Afrika mit 210 Pro-jekten sowie Asien und Pazifik mit 204 Projekten. Über das Jahr fördert Brot für die Welt mehr als 2.000 Projekte mit einer durch-schnittlichen Laufzeit von drei Jahren. Traditionell ist die Weih-nachtskollekte in den rund 14.000 evangelischen Gemeinden Deutschlands für Brot für die Welt bestimmt. Die bundesweite Aktion Brot für die Welt wird wie in jedem Jahr traditionell am ersten Advent eröffnet.

Bericht im Traunsteiner Tagblatt