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Am Sonntag, 5. Juni 2016, ab 11 Uhr gestaltet Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler in der Evangelischen Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau den Gottesdienst zum 80. Jahrestag der Denkschrift, mit der die Bekennende Kirche gegen das Unrecht im NS-Staat protestierte (Die Predigt kann online nachgelesen werden).

Die Leitung des entschiedenen Flügels der "Bekennenden Kirche", die sich als innerkirchliche Opposition zu den NS-hörigen "Deutschen Christen" im deutschen Protestantismus formiert hatte, richtete am 4. Juni 1936 diese Denkschrift an Hitler. Nach dem "ehrerbietigen Gruß" an den "Führer und Reichskanzler" wurden die Kirchenmänner deutlich: "Wenn dem Christen im Rahmen der nationalsozialistischen Weltanschauung ein Antisemitismus aufgedrängt wird, der zum Judenhass verpflichtet, so steht für ihn dagegen das christliche Gebot der Nächstenliebe." Und etwas weiter: "Das evangelische Gewissen ... wird aufs härteste belastet durch die Tatsache, dass es in Deutschland, das sich selbst als Rechtsstaat bezeichnet, immer noch Konzentrationslager gibt und dass Maßnahmen der Geheimen Staatspolizei jeder richterlichen Nachprüfung entzogen sind."

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Nun können Sie sich mit dem Fahrrad auf Luthers Spuren begeben. Der „Luther Radlpilgerweg“ führt quer durch Deutschland zu den wichtigsten Orten der Reformationszeit. Die Museen, Kirchengemeinden und Originalorte inspirieren zur Begegnung mit Luther. Erstellt wurde die Route von dem Kauferinger Pfarrer Jürgen Nitz und Christian Reuting. Beide haben schon langjährige Erfahrung mit dem Radlpilgern: „Von Kaufering sind wir in den letzten Jahren mit Radgruppen zu den großen Zielen christlicher Pilgerwege gefahren, Taize, Rom, Santiago di Compostela. Was lag näher, als sich im Reformationsjubiläum auf die Spuren Luthers nach Wittenberg zu machen?“ Das evangelische Dekanat Weilheim hat den Radlpilgerweg (www.ebw-weilheim.de/radpilgerweg) zu einem Dekanatsprojekt für das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ gemacht.

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Mit einem großen Festakt in der Münchner St. Markus-Kirche wurde am 12. Mai der Wilhelm Freiherr von Pechmann-Preis 2016 verliehen. In diesem Jahr werden zwei Aktionen ausgezeichnet, die sich mit der deutschen NS-Vergangenheit auseinandersetzen und die mit Witz und Esprit gegen Menschenverachtung und für ein gerechtes, würdiges Zusammenleben auftreten.

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Die 14 Kirchengemeinden im Münchner Norden feiern einen eigenen Kirchentag. Vom 10. bis 12. Juni 2016 laden sie ein, gemeinsam zu diskutieren, zu feiern und die Vielfalt des Gemeindelebens vor Ort zu erleben. Dekan Uli Seegenschmiedt schreibt: „Lassen Sie uns die Fragen der Gegenwart mit dem christlichen Glauben zusammen denken und dabei die Menschen um uns anstecken mit der Freude eines bunten Kirchentags.“

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Mit einem festlichen Hochamt im Dom von Skara feierten am 24. April die Diözese Skara der Kirche von Schweden und die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ihre langjährige Partnerschaft. Das Hochamt zelebrierte Bischof Åke Bonnier. In ihrer Predigt sagte die Ständige Vertreterin des Landesbischofs, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler: „Ich erlebe unser Miteinander, das Tillsammans, als beschwingt, geistreich und lebensfroh. Es ist in meinen Augen mehr als eine Form der klugen Zusammenarbeit – es ist geistreiche Existenz.“