Sinn und Geschmack fürs Unendliche – Jahresempfang 2018

Der Jahresempfang 2018 in der Münchner Allerheiligenhofkirche (Bild: ELKB/mck)Kirche und Kunst sind eng miteinander verwoben. Und auch im ganzen Kirchenkreis ist Kunst lebendig: In den Kirchengebäuden, den wunderbaren Kunstschätzen und vielen bemerkenswerten Kunst-Aktionen. Auch in der Förderung und Vermittlung von Kunst engagiert sich die Kirche. Darum nutzte Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler ihren diesjährigen Jahresempfang, um Menschen aus Kunst, Architektur und Denkmalpflege in die Allerheiligenhofkirche München einzuladen.

In ihrer Begrüßungsansprache sprach die Regionalbischöfin über die Gemeinsamkeiten von Kunst und Kirche: "Es verbindet Kunst und Kirche, auch die Kunst der Medien, dass sie es mit dem Unaussprechlichen, dem ganz Anderen zu tun haben – etwas sagen und zeigen zu müssen, was eigentlich nicht zu sagen ist." Kunst könne persönliche Erfahrungen von "Transzendenz und Imanenz" verarbeiten, das Leben lehren, Verletzungen heilen und Begegnung mit wahrhaftigem Sinn schenken - alles auch Aufgaben der Kirche. Darum sei die Kunst der Kirche so wichtig und darum dankte die Regionalbischöfin den Menschen, die sich im Kirchenkreis für Kunst einsetzen und die selbst Kunst schaffen: "Sie machen es möglich, sich und andere, anderes in ihren Werken zu entdecken, wiederzufinden – gar durch sie neu zu werden. [...] Machen wir doch unsere Kirchen zu künstlerisches Wunderwerken, in denen sich Gott und Welt treffen – zum Wohl und zum Heil der Menschen, die sie aufsuchen."

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler bei ihrer Begrüßungsansprache (Bild: elkb/mck)Dr. h.c. Charlotte Knobloch (Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern), Susanne Breit-Keßler (Regionalbischöfin für München und Oberbayern), Maria Els (Regierungspräsidentin von Oberbayern) (Bild: elkb/mck)

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler bei ihrer Begrüßungsansprache (Bild: elkb/mck)

Dr. h.c. Charlotte Knobloch (Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern), Susanne Breit-Keßler (Regionalbischöfin für München und Oberbayern), Maria Els (Regierungspräsidentin von Oberbayern) (Bild: elkb/mck)

Eingeladen hatte die Regionalbischöfin neben Menschen aus Kunst, Architektur und Denkmalpflege auch viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter politische und kirchliche Würdenträger und angesehene Repräsentanten der Religionsgemeinschaften, die sie herzlich begrüßte. Besonderer Gruß galt dabei der Delegation um Bischof Åke Bonnier aus der Partnerkirche in Schweden – dem die fußballbegeisterte Regionalbischöfin zu den Erfolgen der schwedischen Mannschaft bei der laufenden WM gratulierte – und der israelitischen Kultusgemeinde.

"Sinn und Geschmack fürs Unendliche" - Dieses Zitat von F.D.E. Schleiermacher hatte die Regionalbischöfin als Titel für Ihren Empfang gewählt. Auf dieses Zitat bezog sich der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus, Bernd Sibler in seinem Grußwort. Kirche sei für ihn immer auch ein sinnliches Erlebnis, die spirituelle Kraft von sakraler Kunst sei gewaltig und diese Kraft sei wichtig für die Menschen, die sich mit Kunst auseinandersetzen. Das Kultusministerium stehe für Bildung, die Menschen individuell fördere und die Kinder und Jugendlichen zu souveränen, freien, selbstbestimmten und verantwortungsvollen Menschen erziehe. Solche Werte seien ein gemeinsames Anliegen von Staat und Kirche uns fänden sich auch in der Auseinandersetzung mit Kunst vermittelt. Auch in ihrem Grußwort sprach Regierungspräsidentin Maria Els von der Kraft, die Kunst für eine Gesellschaft und die Menschen habe: Die Kirchen und Kapellen gehörten zu diesem Land so wie auch die sakrale Kunst, aber vor allem sei diese Kunst für die Menschen da, die hier leben. Darum dankte sie den Kunstschaffenden: "In Ihren Arbeiten und in Ihrer Kunst haben Sie uns etwas mitzuteilen. Sie vermitteln uns in Ihren Werken Botschaften, die uns ansprechen oder auch provozieren, die uns gefallen oder auch nicht, die zum Austausch und zur Auseinandersetzung anregen, die uns in welcher Form auch immer berühren und inspirieren." Stadtrat Alexander Reissl betonte ebenfalls, welchen Wert kirchliche Kunst für die Menschen vor Ort habe, konkret die Kirchengebäude in München, die nicht nur das Stadtbild entscheidend mitprägen würden, sondern auch den Menschen in der Stadt Orientierung geben könnten.

Kochkunst von Wiggerl Hagn (Hirschau) und Karl Eisenrieder (Café Münchner Freiheit) (Bild: elkb/mck)Das Trio

Kochkunst von Wiggerl Hagn (Hirschau) und Karl Eisenrieder (Café Münchner Freiheit) (Bild: elkb/mck

Das Trio "Die Drei Damen" (Bild: elkb/mck)

Viel Kunst gab es auch im Rahmenprogramm des Empfangs in der schönen Allerheiligenhofkirche: Eine Broschüre zeigte den Gästen ausgewählte Kunstwerke aus dem Kirchenkreis. Das Trio "Die Drei Damen" begeisterte mit kunstvollem bayerischen Jazz. Und kulinarisch-sinnliche Freuden bescherten die Wirte Wiggerl Hagn von der Hirschau und Karl Eisenrieder vom Café Münchner Freiheit mit ihren Köstlichkeiten. Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler stellt ihren Jahresempfang in jedem Jahr unter ein besonders Thema, um wichtige Handlungsfelder der Kirche in der Gesellschaft zu würdigen. Schon zum 16. mal veranstaltete sie einen solchen Empfang in der Allerheiligenhofkirche an der Münchner Residenz. Er wird ermöglicht durch die Unterstützung von T-Systems, der Stadtsparkasse München, dem Versicherer im Raum der Kirchen und der Bruderhilfe Pax Familienfürsorge.

T-SystemsStadtsparkasse MünchenVersicherer im Raum der Kirchen
Conditorei Cafe Münchner FreiheitHirschau

 

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