Mammalade für Karla

Bild: Klaus SchunkSo lecker kann Nächstenliebe schmecken: In Neubiberg bei München kocht ein Verein Marmelade und unterstützt mit dem Erlös das Münchner Frauenobdach ‚Karla 51‘. Am 6. Januar feierte er seine Gründung mit einem Gottesdienst und natürlich auch mit viel Marmelade.

In ihrer Predigt lobte die Schirmfrau des Vereins, Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler, die „Womenpower“ der ehrenamtlichen Helferinnen und ihren Einsatz für die Einrichtung ‚Karla 51‘. In dem Haus in der Karlstraße in München finden Frauen in schwierigen Situationen ein Obdach, offene Ohren und konkrete Hilfe. 40 Einzelzimmer stehen dort für Frauen als Notunterkunft bereit. Der neue Verein will diese wichtige Arbeit unterstützen. Helene Nestler sammelt dazu Obst aus dem Großhandel, das wegen kleiner Verpackungsmängel normalerweise im Abfall landen würde. Sie kocht daraus leckere Marmelade. Und die versüßt nicht nur das frische Brot, sondern auch das Leben von Frauen in Not. Nur zwei Euro kostet ein Glas, die Einnahmen werden direkt gespendet. Unterstützt wird die Gründerin von 'Mammalade für Karla' dabei von ihren Mitstreiterinnen, von der Firma Papp-Logistics, die den Transport der Lebensmittelspenden übernimmt, von der Firma Vorwerk, die drei Thermomix-Geräte gespendet hat und von der Corneliuskirche Neubiberg, die ihre Küche zur Verfügung stellt.

Dieses gelungene Konzept hat Regionalbischöfin Breit-Keßler so überzeugt, dass sie die Schirmherrschaft übernommen hat. Das Engagement für Frauen in Not liegt ihr am Herzen: „In einer Gesellschaft, in der vieles unter den Teppich gekehrt wird, auch die Gewalt gegen Frauen, ist es notwendig, den Diskurs über das, was uns wertvoll ist, am Laufen zu halten.“ Die Evangelische Kirche setzt sich für Frauen ein: Die Einrichtung ‚Karla 51‘ wird von der Inneren Mission München betrieben, viele weitere kirchliche Gruppen engagieren sich für Frauen in allen Lebenslagen.