Krippe im Bahnhof

Die Krippe am Münchner Hauptbahnhof (Bild: SBK)Sie gehört zu Weihnachten selbstverständlich dazu: Die Krippe. Sie schmückt Wohnzimmer, Kirchen und seit dem 10. Dezember auch wieder den Münchner Hauptbahnhof. Hier stellt die polnische Gemeinde in München schon seit 10 Jahren eine besondere Weihnachtskrippe auf.

Die großen Holzfiguren der Krippe zeigen nicht nur die Heilige Familie, sondern auch moderne christliche Märtyrer: Dietrich Bonhoeffer und auch die Padres Zbigniew Strzalkowski und Michael Tomasz, die 1991 in Peru von Terroristen des sogenannten Erleuchteten Pfades ermordet wurden. Das polnische Konsulat und die polnische Gemeinde in München bauen die Krippe traditionell am 2. Advent in der Bahnhofshalle auf. Zeitgleich stehen auch in weiteren Städten Europas solche Krippen. „Mit dieser Aktion an öffentlichen Plätzen in 20 europäischen Städten wollen wir mit den Reisenden und Besuchern in einen Dialog treten – biblisch, ökumenisch, interkulturell“, sagt Organisator Hubert Karulak.

Zur diesjährigen Einweihung hielt Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler eine Andacht: "Gemeinsam ist allen Märtyrern, dass sie Christus nachfolgen und deshalb Nein sagen zu blindem Gehorsam, Nein zu allen Mächten, die sich anbeten lassen wollen, Nein zu Menschenverachtung und Tod." Sie legen damit Zeugnis ab von einem Gott "vor dem wir längst unendliche Geltung haben, ehe wir sie uns vor den Menschen selbst verschaffen, wenn denn überhaupt."

Noch mehr Krippen zeigt in München der Verein Münchner Krippenfreunde bei seiner großen Jubiläumsausstellung zum 100jährigen Bestehen in der Rathausgalerie.