Aktiv gegen Vorurteile

Ein neuer Sketch entsteht (Bild: Aktiv gegen Vorurteile)Mahmoud sitzt bei "Wer wird Millionär?" und kommt bei der 32.000-Euro-Frage nicht weiter. Und auch sein Telefonjoker Julia ist ratlos: "Julia, pass auf! Also: Der typische Türke hat a) Zehn Kinder und..." So klingt eine der Folgen von "Aktiv gegen Vorurteile". In dem Projekt setzen sich Jugendliche mit Vorurteilen auseinander – mit kreativen Ideen und viel Spaß.

Die Beiträge treffen immer wieder den Nagel auf den Kopf: Sie heißen "Vladimir sucht Arbeit", "Max Mustermann" oder "Mauern im Kopf". Die kurzen Sketche sind lustig gemacht und man kann den Jugendlichen anhören, wie viel Spaß sie bei der Aufnahme hatten. Und doch haben sie einen ernsten Hintergrund. Denn das Zusammenleben in einer Gesellschaft, die von unterschiedlichen Kulturen geprägt ist, stellt Jugendliche vor große Herausforderungen. Oft fehlt es an Wertschätzung, Toleranz und gegenseitiger Rücksichtnahme. Jugendliche verschiedener Herkunft aber auch verschiedene Jugendszenen reiben sich an unterschiedlichen Normvorstellungen und damit verbundenen Verhaltensweisen. Vorurteile und Stereotype helfen ihnen vermeintlich dabei, komplexe Zusammenhänge zu vereinfachen. Noch dazu fällt es besonders unsicheren Jugendlichen leicht, sich auf kosten Anderer selbst in ein besseres Licht zu rücken.

Genau an diesem Punkt setzt das Projekt "Aktiv gegen Vorurteile" an. Es unterstützt die Jugendlichen dabei, sich kritisch mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Und dabei entstehen auch noch sehr unterhaltsame Sketche. 

"Aktiv gegen Vorurteile" wird im Rahmen der Initiative für Integration und Toleranz vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum Parabol und dem Bayerischen Bündnis für Toleranz sowie weiteren Partnern umgesetzt. Das Projekt wird finanziert von: „Stiftung Wertebündnis Bayern“, „Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration - Organisationseinheit Radikalisierungsprävention“, „Bayerisches Bündnis für Toleranz – Demokratie und Menschenwürde schützen“ und vom „Bayerischen Verein für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde e.V.“

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